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Fotoshooting: 24 strahlende Vorbilder in Mainz

 

Fotoshooting Vorbilder: Guido Augustin (H&A), Bernd Wienkamp (Media Markt), Deborah Pfahl (Erzieherin), Dennis Bauer (Refrendar und Bronzemedaillengewinner der Olympischen Spiele 2000), Kim Stoffel (Studentin), Foto: Heike Rost

Fotoshooting Vorbilder: Guido Augustin (H&A), Bernd Wienkamp (Media Markt), Deborah Pfahl (Erzieherin), Dennis Bauer (Refrendar und Bronzemedaillengewinner der Olympischen Spiele 2000), Kim Stoffel (Studentin), Foto: Heike Rost

Am 20. September fand im Media Markt Mainz das Foto-Shooting für die Kampagne des Innenministeriums, “Vorbild-sein!” statt. Herzlichen Dank, Herr Everwin, der Media Markt war uns ein guter Gastgeber! Menschen aus ganz Rheinland-Pfalz hatten sich beworben, der Kampagne ihr Gesicht zu geben. Ihnen gemein ist, dass sie bewusst mit Alkohol umgehen und Jugendlichen so gutes Beispiel sind. So standen Sie vor der Kamera der Fotografin Heike Rost, trugen dabei erstmals stolz ihr Vorbild-T-Shirt. Ursprünglich hatte die Agentur H&A medien sechs Motive vorgesehen, doch als so viele spannende Bewerbungen kamen, wurde das Konzept rasch aufgebohrt.

So fanden schließlich 24 vorbildliche Rheinland-Pfälzer zwischen 10 und 15 Uhr 30 den Weg nach Mainz. Hedi Meffert, Förderschullehrerin in Bad Marienberg, war die erste. Sie hatte eine kleine Schultasche mit Schwamm und Riesenstift dabei, um ihren Beruf zu symbolisieren. Denn die Vorbilder waren gebeten worden, ein Accessoire mitzubringen, mit dem ihr Engagement, ihr Beruf oder ihr Hobby versinnbildlicht werden kann. Dennis Bauer hatte es da einfach, schließlich gewann der heutige Referendar 2000 bei den Olympischen Spielen in Sydney Bronze im Säbelfechten. Anuschka Weyand und Jutta Breun zeigten ihre Bücher, Michael Meyer trug sein Pfadfindertuch.

Der Trierer Alois Reichert hatte einen Fußball mitgebracht, denn der 46-jährige trainiert Jugendliche beim SV Ehrang 1910 e.V. Nicht einfach, Rauchen und Alkohol dort einzuschränken, erzählt er. Da sei es schon vorgekommen, dass ein Kasten Biermixgetränk zum Training mitgebracht werde. Doch dagegen stemme er sich, habe bereits Rauchverbot durchgesetzt und bemühe sich nun, Alkohol aus den Umkleidekabinen fernzuhalten. Vor ähnlichen Anforderungen, wenn auch gleich sanfter, steht Fabian Ostermann. Der Musikstudent dirigiert zwei große Orchester, in denen Erwachsene und Jugendliche nebeneinander musizieren. Auch da habe er klare Regeln eingeführt: Alkohol erst nach den Proben!

Selbst gar keinen Alkohol trinken der Jugendpfleger Hardo Hüttemann und der Zivildienstleistende Patrick Krumbiegel. Der eine gehört der “straight edge”-Bewegung an, die sich aus der Punk-/Hardcore-Bandszene entwickelte, der andere hat, wie er sagt, als aktiver Basketballer “den Einstieg verpasst”. Beide stoßen in ihrem jeweiligen Umfeld häufig auf Unglauben, gepaart mit Unverständnis. Andererseits leben sie vor, dass kein Trauerkloß sein muss, wer ohne Alkohol lebt. Aber Nachahmer hätten sie deswegen auch noch nicht gefunden.

Senad Palic sieht aus, als feiere er gerne, sich selbst bezeichnet er als “nicht gerade den BRAVO-Schönling”. Das ist wohl auch so. Doch Alkohol braucht er dazu nicht. Er macht “Rock im Westerwald”, veranstaltet regelmäßig Konzerte – und steht dabei hart im Wind, wenn er Jugendlichen unter 16 keinen Alkohol ausschenkt.

Ein wunderbarer Tag mit wunderbaren Menschen, mit denen wir hoffentlich eng in Kontakt bleiben werden – schließlich hat die Kampagne doch noch nicht einmal begonnen!

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