Diese Frage stellte die Frankfurter Neue Presse. 70.000 Menschen sterben jedes Jahr in Deutschland am Alkoholkonsum. Der Alkoholkonsum unter Kindern und Jugendlichen hat sich in den vergangenen zehn Jahren verdreifacht. Doch mit welchen Mitteln können Kinder und Jugendlichen von Alkoholexzessen abgehalten werden? Die Referentin für Suchtprävention beim Drogenreferat der Stadt Frankfurt am Main meint, dass zu krasse Inhalte nicht abschrecken, sondern eine Blockade bei den Jugendlichen hervorrufen würden. Sie plädiert für einen anderen Weg.
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Alkohol ist in Deutschland zur populärsten Droge unter Kinder und Jugendlichen geworden. Alkohol hat damit das Rauchen von der Spitze verdrängt. Nach Angaben der Bundesdrogenbeauftragten ist die Raucherquote unter Kindern und Jugendlichen auf einen historischen Tiefstand von 15,4 Prozent. Dagegen nehmen 17,4 Prozent der zwölf- bis 17-jährigen im Jahr 2008 mindestens einmal wöchentlich Alkohol zu sich. Die Zahl der wegen Alkoholvergiftung behandelten Kinder und Jugendlichen hat sich verdreifacht. Mädchen trinken insgesamt weniger Alkohol als Jungen, doch auch deren Alkoholkonsum ist gestiegen. Die Alkoholvergiftung unter weiblichen Kindern und Jugendlichen ist um 22 Prozent gestiegen.
Weitere Informationen sowie die Studie der Bundesdrogenbeauftragten zum Thema „Die Drogenaffinität Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland 2008“ finden Sie hier.
Wie das Neue Deutschland berichtete, sind die Feiertage für Kinder und Jugendliche besonders gefährlich was den Alkoholkonsum angeht. Vertreter von Drogen- und Suchtberatungsstellen warnten, dass zwischen Weihnachten und Neujahr noch mehr Alkohol als sonst konsumiert werden würde. In Berlin registrierten die Beratungsstellen 2008 1.209 Fälle von alkoholisierten Kindern und Jugendlichen, 225 davon mussten wegen schwerer Alkoholvergiftung stationär behandelt werden.
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Die Thematik Jugendliche und Alkohol hat nun auch die EU erreicht. Wie WELT ONLINE berichtete, warnen EU-Experten davor, dass das Komasaufen unter Kinder und Jugendlichen den Einstieg in härtere Drogen bedeuten kann. Begründet wird die Warnung damit, dass Jugendliche, die übermäßig Alkohol konsumieren, auch eher zu anderen Drogen neigen. Grundlage für diese Aussage ist eine europaweite Untersuchung zur Drogenproblematik unter Kinder und Jugendlichen.
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Unter dieser Überschrift berichtete das Online-Nachrichtenportal ka-news über das Auswertungstreffen des Jugendschutz Karlsruhe, bei dem Vertreter der Polizei, Sozialarbeiter, Rettungskräfte des Deutschen Roten Kreuz und Mitarbeiter der Stadtverwaltung Karlsruhe zusammen kamen. Laut dem Drogen- und Sichtbericht des Bundesministeriums für Gesundheit ist und bleibt Alkoholvergiftung, ausgelöst durch exzessiven Alkoholkonsum, dem Komasaufen, für Kinder und Jugendliche eine ernstzunehmende Gefahr. Zwar zogen die Vertreter bisher eine gute Bilanz, aber die Schicksale, die hinter den nüchternen Zahlen stehen, sind schockierend, vor allem wenn es sich dabei um Minderjährige handelte.
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Unter diesem Motto informierte Suchtberater Burkhard Albers Eltern und Schüler über die Gefahren des Jugendalkoholismus. Wie die Neue Westfälische berichtete über einen Workshop des Suchtberaters zum Thema „Alkoholkonsum – Genuss oder Weg in die Sucht?“ in Warburg. Warburg war und ist ein Schwerpunkt für Alkohol und Drogen unter Kinder und Jugendliche, wie eine Studie zur Alkohol- und Drogenkultur zeigte. Unter anderem aus diesem Grund hatte sich die Elternschaft des Marianum Gymnasiums entschlossen, den Suchtexperten und Diplom-Pädagogen einzuladen und einen Infoabend zum Thema Kinder- und Jugendalkoholismus zu veranstalten.
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Alkohol ist mit Abstand die liebste Droge unter Frankfurter Schülern berichtete die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ). In einer Studie gab fast die Hälfte aller Jugendlichen zwischen 15 und 18 Jahren an, in den letzten Monaten mindestens einmal betrunken gewesen zu sein. Damit bestätigt die Studie die Ergebnisse aus den vergangenen Jahren. Weniger populär dagegen ist das Rauchen geworden. Nur noch ein Viertel der Kinder und Jugendlichen greift regelmäßig zur Zigarette.
Mehr zur Drogentrendstudie der Stadt Frankfurt finden Sie hier.
Das Westfalen-Blatt berichtete über eine lang erwartete Jugend-Studie aus dem Kreis Höxter. Hier wurden jugendliche Minderjährige zu ihren Erfahrungen mit Alkohol und Drogen befragt. Das Ergebnis ließ bei Elter, Politik und Verwaltung die Alarmglocken schrillen: Durchschnittlich mit 13,8 Jahren machen Kinder und Jugendliche in Ostwestfalen-Lippe (OWL) ihre ersten Erfahrungen mit Alkohol. Bei Jungen liegt das Einstiegsalter bei etwa 13,1 Jahren, bei Mädchen im Schnitt bei 13,4 Jahren.
Mehr zur Jugend-Sucht-Studie aus dem Kreis Höxter, OWL, finden Sie im Westfalen-Blatt.
Die Main Post berichtete von einer Veranstaltung für Jugendliche zum Thema „Feiern ohne Saufen. Workshop zum altersgemäßen Umgang mit Alkohol.“ Initiator des Workshops ist der Gründer der „My way Betty Ford Klinik“ Klaus-Dirk Kampz. Unter deutschen Jugendlichen gibt es einen Trend, sich immer schneller zu betrinken und einen Rausch zu bekommen, stellte Kampz im Interview mit der Main Post fest. Mit seinem Workshop will er Kinder und Jugendliche über die Gefahren von Alkohol- und Drogenmissbrauch aufklären und für einen maßvollen Umgang mit Alkohol sensibilisieren.
Mehr zum Programm von Klaus-Dirk Kampz und seinem Projekt finden Sie in der Main Post.
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