Die Passauer Neue Presse berichtete in einem Beitrag über ein Präventionsprojekt im Landkreis Landau, das in Form einer Podiumsdiskussion und einem Workshop für alle 12. Klassen der Gymnasien des Landkreises durchgeführt wird. Hier berichten u.a. Rettungskräfte, Suchtberater oder Mitarbeiter von Sicherheitsdiensten aus ihrem Berufsalltag über die fatale Wirkung von Alkohol auf Jugendliche. Besonders auffällig dabei ist, dass die Zahl der Alkoholmissbrauchsfälle besonders unter weiblichen Jugendlichen zugenommen hat. Dies führt oftmals zu Enthemmtheit, Beleidigung, Körperverletzung, Sachbeschädigung und endet im Vollrausch und Alkoholvergiftung im Krankenhaus.
Mehr zum Aufklärungs- und Präventionsprojekts mit dem Thema Komasaufen des Landkreises Landau finden Sie in der Passauer Neuen Presse.
Die Welt veröffentlichte eine Agenturmeldung, wonach im ersten Halbjahr in Berlin bereits über 1.000 Kinder und Jugendliche aufgrund von Alkoholmissbrauch auf die Hilfe von Polizei Rettungskräften angewiesen waren. Dabei rechnen die Behörden mit einer noch weitaus höheren Dunkelziffer.
Mehr darüber finden Sie hier.
Die Allgäuer Zeitung berichtete über die Kritik am Verhalten von Erwachsenen gegenüber Jugendlichen und Alkoholmissbrauch. Eindringlich wird der Wochenendalltag des Chefs der Polizeiinspektion sowie des Oberarztes der Kinderstation am Klinikum in Kempten beschrieben. Berichtet wird von Mädchen, die sich bis zur Bewusstlosigkeit betrinken aufgrund einer verlorenen Wette, von einer 15-jährigen die nach einem Saufgelage mit einem Schädelbasisbruch aus ihrem angetrunkenen Koma wieder erwachte oder von einem 13-jährigen, der sich zuerst 1,8 Promille antrank und dann blind drauf losprügelte.
Wie Eltern, Organisationen, Behörden und die Politik darauf reagieren können, erfahren Sie im Beitrag der Allgäuer Zeitung.
Das Ehinger Tageblatt berichtete über eine Sitzung des Jugendhilfeausschusses des Landkreises Alb-Donau-Kreis. Statistisch gesehen ist der Kreis der sicherste Landkreis in Baden-Württemberg. Aber eine Bevölkerungsgruppe sticht seit Jahren aus der Kriminalstatistik besonders hervor: männliche Jugendliche, die unter Alkoholeinfluss zur Gewalt neigen. Der Kreis hat nun reagiert und eine Handlungsempfehlung für die Städte und Gemeinden herausgegeben. Exzessiver Alkoholkonsum unter Jugendlichen – etwa bei Dorffesten – soll verhindert und die Zahl der gewalttätigen Straftaten verringert werden. Der Sozialdezernent formulierte die Verantwortungen gegenüber den Jugendlichen im Jugendhilfeausschuss deutlich: Jugendschutz ist Sache der Erwachsenen.
Den Artikel des Ehinger Tageblattes finden Sie hier.
Der Wiesbadener Kurier berichtete von einer Besonderheit auf dem Weinfest von Hochheim. Hier gab es nämlich zum ersten Mal ein eigenes Areal für Jugendliche – und zwar ohne Alkohol. Die „Chill-Out-Area“, wie das Zelt mit Karaoke und Bluetooth Angebot von den Initiatoren der kommunalen Jugendarbeit genannt wurde, stand nicht irgendwo im Abseits, sondern mitten im Festgeschehen. Die Hochheimer Jugend nahm das Angebot dankend und mit Begeisterung an.
Mehr zur Hochheimer „Chill-Out-Area“ und dem dahinter stehenden Konzept erfahren Sie hier.
Die Magdeburger Volksstimme berichtete über ein Projekt der Drogenberatungsstelle Magdeburg, das beim Bundeswettbewerb „Vorbildliche Strategien kommunaler Suchtprävention“ unter den ersten zehn Platzierten landete. Das Präventionsprojekt gegen Alkohol- und Drogenmissbrauch macht sich eine beinahe banale Alltagserfahrung zunutze: Kinder und Jugendliche hören am meisten auf Gleichaltrige als auf Eltern, Lehrer oder andere Erwachsene. Das Projekt setzt vor allem auf die Wirkung von Bildern. Die Kinder und Jugendliche drehten in dem Zusammenhang Filme zum Missbrauch von Alkohol und Drogen und trafen genau die Sprache der Zielgruppe des Projekts. Außerdem konnte dadurch die Problematik aus der Sicht Gleichaltriger dargestellt und dadurch Kinder und Jugendliche viel besser erreicht werden.
Mehr zum Projekt aus Magdeburg finden Sie in der Online-Ausgabe der Magdeburger Volksstimme.
Die Passauer Neue Presse berichtete von einer Sitzung des Jugendkreistags Landau. Der Jugendkreistag befürwortete einstimmig, dass die Schulen des Landauer Landkreises mehr Sozialpädagogen einstellen sollten, die sich um die „schwierigen Fälle“ intensiv kümmern sollen. Anlass für diesen Antrag war eine ausführliche Debatte über die Alkoholproblematik. Zwar würde das Jugendschutzgesetz besser eingehalten und Bußgelder verhängt werden, doch beinahe wöchentlich müssen zum Teil bereits ohnmächtige alkoholisierte Jugendliche ärztlich behandelt werden. Die jungen Abgeordneten berichteten, wie einfach es ist, an Alkohol zu kommen, egal ob man erst 14 oder bereits 18 Jahre alt ist. Die Erwachsenen machen es Kindern und Jugendlichen viel zu einfach Alkohol zu kaufen.
Mehr dazu finden Sie in diesem Artikel.
Die Badische Zeitung berichtete über einen Informationstag in Rheinfelden, auf dem die Organisatoren Tipps und Informationen zu einem Präventivprogramm gegen Jugendalkoholismus gaben. Durch das Programm sollen Jugendliche vom Koma- oder Rausch-Saufen abgehalten werden. Im Kreis Rheinfelden stieg die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die wegen einer Alkoholvergiftung behandelt werden mussten in einem Zeitraum von zehn Jahren von 16 auf 80. Dabei sind etwa 60 Prozent der Patienten Jungen und 40 Prozent Mädchen. Zwar habe der Alkoholkonsum unter Jugendlichen insgesamt abgenommen, aber dafür wird in kleinen Gruppen umso heftiger getrunken. Ziel des Präventivprogramms ist es, dass der Konsum von Alkohol nicht verboten werden aber der Umgang damit in Maßen erfolgen soll.
Weitere Informationen dazu finden Sie in der Badischen Zeitung.
Unter dieser Überschrift berichtete der Wiesbadener Kurier über ein Präventionsprojekt der Nikolaus-August-Otto-Schule in Bad Schwalbach. Seit 2000 hat die Schule ein groß angelegtes gesundheitliches Vorbeugungsprogramm aufgelegt. In diesem Zusammenhang findet seit 2004 jährlich der Tag der Gesundheit statt. In Form von Workshops mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten sollen die Schülerinnen und Schüler durch vorbeugende Verhaltensänderung beispielsweise für die Gefahren des Rauchens oder das Alkoholtrinken sensibilisiert werden. Prävention und Sucht, darum geht es den Pädagogen, denn „Sucht hat viele Gesichter“.
Den Artikel zum Präventionsprojekt der Ott-Schule in Bad Schwalbach finden Sie hier.
Das Hamburger Abendblatt berichtete über ein Projekt gegen Jugendalkoholismus, dass im kommenden Jahr in der Stadt starten könnte. Zur Zeit arbeiten Mitarbeiter der Stadtverwaltung Lüneburg und von der Drogenberatungsstelle „drobs“ gemeinsam an einem Konzept zur Umsetzung des Projekts. Beauftragt wurden sie vom Jugendhilfeausschuss der Stadtverwaltung. Hintergrund dafür ist die vermehrte Zahl von Alkoholvergiftung unter Jugendlichen. Im letzten Jahr wurden allein in Lüneburg 35 junge Frauen und Männer mit massiver Alkoholvergiftung eingeliefert. Nach der Entgiftung sollen die Jugendlichen nicht einfach so entlassen werden, als wäre nichts geschehen. Stattdessen sollen sie zusammen mit Sozialpädagogen über ihren Absturz reden.
Mehr über das Projekt der Stadt und dessen Hintergründen finden Sie hier.
Mehr als 20.000 Kinder und Jugendliche müssen in Deutschland jedes Jahr nach Alkoholexzessen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Koma-Saufen ist unter vielen Jugendlichen zur regelrechten Mode geworden. Zehntausende Teenager greifen regelmäßig zum Alkohol.
Angesichts dieser Erkenntnisse will die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing (SPD), dagegen vorgehen. Wie der Spiegel und das Handelsblatt berichten, schlägt Bätzing flächendeckenden Schulunterricht für ein gesundes Leben vor. Ihr Ziel ist es, dass jedes Kind von der Grundschule bis zum Ende ihrer Ausbildung in den Genuss der Präventionsarbeit kommt. Ihr Vorschlag orientiert sich an einem erfolgreichen Vorbild: England.
Das Weißenburger Tageblatt berichtete über den Alkoholmissbrauch unter Jugendlichen. Vor allem am Wochenende ist ein vermehrter Anstieg jugendlicher Patienten im Klinikum zu beobachten. Ein Blutalkoholspiegel deutlich über zwei Promille ist keine Seltenheit mehr. Den Rekord hält ein Junge, der mit einer Blutalkoholkonzentration von 4,2 Promille Alkohol im Blut eingeliefert wurde. Immer öfter würden auch Jugendliche aus ländlich geprägten Regionen stark alkoholisiert oder gar mit Alkoholvergiftung eingeliefert.
Zum Artikel des Weißenburger Tagesblatt geht es hier.
Letzte Kommentare